Mittwoch, 31. Dezember 2014

31.12.2014 Nong Khiao

Der furchtbare Bustrip hat sich gelohnt. So richtig wusste ich ja nicht, was mich erwartet. Erst einmal nach dem Treffen 8 Uhr am Office der Reiseagentur eine kleine schlechte Nachricht: kein VIP Minibus sondern ein größerer mit 25 Plätzen. Der war dann aber auch okay und kein local bus. Der Nachteil ist, dass man sich in einem kleinen Bus recht schnell näher kommt. Immerhin waren wir 6.5 Stunden unterwegs. Der erste Teil Bis Oudum Xay war auf einer ganz guten Straße. Danach war lange eine staubige Piste, so dass man manchmal NICHT mehr sah. Die Luft war entsprechend schlecht. Eine halbe Stunde hat eine Straßensperrung gedauert. Die Chinesen bauen dort die Straße in ziemlich steilem Gelände. Beim nächsten schweren Regen kann das alles nur wieder ins Tal rutschen. Die ganze Strecke war grün und bergig. Siedlungen gab es fast nur an der Straße. Dort an den staubigen Straßen waren die grasgedeckten Holz- und Bambushütten von rotem staubigen Lehm bedeckt. Eigentlich nicht auszuhalten. Jedes Auto wirbelt säckeweise den Staub wieder in die Luft.
Ich hatte einen ausgeklappten Notsitz im Gang und sehr viel Platz für meine Beine, da ich direkt am Eingang saß. In Pak Mong war ich der einzige, der ausstieg. Ein gutes Zeichen. Alle anderen fuhren weiter nach Luang Prabang. Ich musste dann aber leider fast eine Stunde warten, ehe ich mich entschied, den Bus allein zu chartern für 100000Kip. Außer mir wollte keiner hierher nach Nong Khiao. Ich kam so aber noch in der Abenddämmerung in diesem traumhaften Ort an. Der kleine Minibus hoppelte mit defekten Stoßdämpfern nur sehr langsam über die huckelige Straße. Und dann diese Überraschung hier: steile hohe Berge grün bis in die hohen Gipfel säumen den Ort und den malerischen Fluß. Ich denke, ich breche morgen zur nächsten Trecking Tour für drei Tage auf. Es geht durch die traumhafte Gegend zu den Hmong und Khmu. Hier tragen sie angeblich noch traditionelle Tracht. Das klingt gut. Der Treck kostet etwas mehr als der letzte - aber 30 Euro am Tag für alles ist nicht viel.
Ich habe ein schönes Zimmer mit warmer Dusche am Hochufer des Flusses mit Blick nach Westen über den Fluss, die Berge und den Ort.
Mir gefällt die Atmosphäre besser als in Nam Tha. Die Reisenden wirken auf Anhieb anders. Kein Goa-Flair. Bisher jedenfalls. Habe nach meiner Ankunft etwas im letzten Licht geknipst, dann geduscht und bin einmal durch den kleinen Ort gelaufen. Jetzt sitze ich in einer coolen Kneipe mit genau meiner Musik: John Lennon und andere herrliche Songs, die ich im Moment nicht zuordnen kann. Ruhig, relaxt und leise genug, dass man die Geräusche der Nacht noch hören kann. Fahrzeuge kommen kaum noch vorbei - meist nur Mopeds.
Ich sitze neben der Trecking Agentur beim Bier und warte auch,  ob vielleicht noch der vierte Teilnehmer sich für morgen anmeldet. 

Nun habe ich das auch so fest gemacht mit dem Trecking - morgen 9.30 Uhr geht es los. Wenn ihr zu Hause verkatert und noch besoffen das neue Jahr schon einmal schlecht beginnt :)

Dienstag, 30. Dezember 2014

30.12.2014 Luang Namtha

Gestern konnte ich zum ersten Mal hier nicht sofort einschlafen. Vielleicht war ich schon zu sehr an den harten Boden in den letzten beiden Nächten gewöhnt. Vielleicht aber auch, weil ich im Moment meinen Plan noch nicht für die nächsten Tage habe. Hatte noch im Reiseführer gelesen... wahrscheinlich fahre ich morgen nach Muang Sing im Norden. In der Hoffnung, dass es dort doch noch mehr Ethnien in traditioneller Kleidung gibt. Ich denke, es bleibt danach bei Phongsaly. Das ist etwas umständlich zu erreichen. Daher aber vielleicht auch wieder weniger touristisch.
Leider wäre nach aktueller Lage zu wenig Wasser, um auf dem Fluss nach Luang Prabang zu kommen. Eine Flussfahrt sollte eigentlich schon bei  meiner Reise dabei sein.
Jetzt gibt es erst einmal ein amerikanisches Frühstück mit Omelett, Pancake und Kaffee.

Ich habe den Tag genutzt für einen Spaziergang durch den schönen Morgenmarkt. Außerdem war es bis gegen Mittag trübe und ziemlich kühl. Gegen 11 Uhr hatte ich mir ein Mountainbike ausgeliehen und bin zum Yedi am Flughafen gefahren. So sehenswert war er dann doch nicht. Ich radelte die Straße dann noch weiter in die Berge und machte einen kurzen Spaziergang in den Dschungel, da weit und breit kein Dorf zu sehen war. Außerdem wurde es dann auch sehr heiß und sonnig und ich hatte kaum noch Wasser. Die lange Bergabfahrt war dann toll. Es ging noch weiter durch paar Dörfer - leider fand ich die Seidenweber nicht. Ich gab dann gegen 16 Uhr das Rad wieder zurück und suchte Kaffee und Kuchen, bevor ich mich um meine Weiterreise kümmern wollte. Es ist schwierig nach Phongsaly zu kommen. Es würde mich fast drei Tage im Bus kosten. Der direkte Bus geht durch China, wofür man ein Visum benötigen würde.
Ich denke daher, dass mein nächstes Ziel Nong Khiao sein wird. Das werde ich heute Abend noch entscheiden (müssen).

Montag, 29. Dezember 2014

29.12.2014 Luang Nam Tha - zurück vom Trecking

Alles wurde noch schöner als am ersten Tag. Am Morgen gab es noch ein Frühstück bei den Akha. Letztlich war ich doch froh, das schmuddelige Dorf mit mehr Hühnern und Schweinen als Akhas verlassen zu können. Zum Abschied liefen wir am Morgen noch mal durch den Ort. Wir sahen, wie ein frisch geschlachtetes Schwein auf dem Marktplatz von einem Dutzend Männern in wenigen Minuten zerlegt und aufgeteilt wurde. Einfach so auf dem Boden auf einer Bambusmatte.
Zwei weitere Männer rührten das Blut. Das - so sagte unser Guide - würde dann von den Leuten im Dorf getrunken - für oder gegen die Geister. Ich fand das ziemlich beeindruckend und am Ende gar nicht mehr so ekelig.
Wir wanderten dann länger westwärts zu den Khmu. Auf halbem Weg mache unser Guide ein leckeres Essen. Auf dem Weg wurden Bananenblätter als Tisch ausgebreitet. Bambus wurde geschnitten als Kochgefäss und ein weiteres Stück als Schüssel für den Tisch. Kraut, Hühnchen, Ingwer und Koriander kamen in das Bambusrohr. Das kochte dann fast eine Stunde vor sich hin, ehe es fertig war. Pflanzenstängel waren die Essstäbchen und Löffel wurden aus Blättern gebastelt. Wir waren alle ziemlich müde wegen des schlechten Schlafes bei den Akha. Wir passierten später noch ein kleines und etwas saubereres Akha Dorf, bevor wir bei den Khmu in einem recht kleinen Dorf ankamen. Die waren viel netter. Man bemühte doch um Englisch, eine Ente (Volkmar taufte die duck Dagmar) wurde für uns in unserem Beisein geschlachtet. Die gab es dann später gekocht mir Reis und Gemüse. Es war interessant zu sehen, wie sie geschlachtet wurde. Man hielt sie zu zweit. Einer hielt den Kopf und den Schnabel zu. Dieser zupfte dann den Hals von Federn frei und ein Loch in den Hals. Dort pulte er mit einem Stöckchen nach der Hauptschlagader, die dann zertrennt wurde. Wir gingen in der Zwischenzeit im Fluß Baden, auch wenn es recht kalt war.
Die Ente war dann etwas zäh, aber dennoch lecker. Dazu gab es Beerlao und wir saßen noch recht lange am Lagerhäuser zusammen. Der Guide erzählte noch bisschen was über die Khmu.
Es wurde noch eine recht klare Halbmond Nacht. Im Süden stand der Orion und es wurde sehr ruhig. Auch die Nacht War ruhig. Ich schlief ganz gut. Und beim Wachwerden konnte man die Ruhe des nächtlichen Dschungels genießen. Paar Frösche und andere Tiere waren zu hören.
Der Morgen war weniger kühl als erwartet. Es gab eine Reiswaffel, bevor wir zur Schule zurück ins Akha-Dorf liefern. Dort wurde den Kindern gerade gelehrt, wie man Ratten ausnimmt und grillt. Danach gab es einen Fahnen Appell, bevor es ins Klassenzimmer ging und wir uns fertig machten für die heutige Wanderung.

Wir legten heute keine große Strecke zurück. Imposant war eine mehrere hundert Meter tiefe Höhle mit tiefen Abgründen, ein paar wenigen Fledermäusen und grossen, langbeinigen, haarigen Hundertfüssern. Durch sehr dichten Dschungel erreichten wir die Höhle. Mit guten Stirnlampen konnten wir viel sehen.
Am Ende ging es noch nach einem leckeren Essen mit Fisch und fried Banana und Klebreis auf der Straße in ein Dorf der Lahu und der Hmong, wo wir die Kids mit Seifenblasen unterhielten und uns unser Guide wieder einiges über diese Völker erzählte.
Gegen 14.30 Uhr waren wir mit einem Pickup wieder am Guesthouse. Wir tauschten noch die Adressen und tranken einen Kaffee, bevor wir zur Straße gingen, um einen Bus nach Luang Nam Tha zu erwischen. Nach einer dreiviertel Stunde kam ein Van, der uns für je 30000 Kip mitnahm. Ich war vom neuen Ort enttäuscht und froh, mich so für Vieng Phouka entscheiden zu haben.
Beim Duschen lief eine Dreckbrühe an mir herunter, wie ich es selten erlebt habe. Ich packte auch gleich ein Bündel Wäsche zusammen, das ich gleich im Hotel abgab.  Danach ging es kurz durch die Straße im Ort, kurz über den langweiligen Markt und ab in die Kneipe zum Abendbrot. Garlic bread, french fried und Bier. Dazu kam etwas später Kathrin und Volkmar kann auch vorbei, damit wir noch zum Abschied wo was zusammen trinken. Mit Kathrin lief ich noch einmal über den Markt und dann sammelten wir Petra und Volkmar ein und gingen noch gemeinsam ein Beerlao dark trinken, bevor wir Abschied nahmen und zu Bett gingen.

26.12.2014 Vieng Phouka

Der Tag war einfach und völlig entspannt. Er begann neblig und sehr kühl - und mit ziemlichem Lärm. Ich denke Promotion für einen neuen Tempel, die ab etwa 7 Uhr über Lautsprecher das ganze Dorf erreichte. Wir frühstückten zu viert im Guesthouse. Es gab Kaffee, Bananen und Rührei. Brot war knapp - deswegen verzichtete ich. Nach dem Frühstück organisierte die nette Wirtin jemanden für das Trecking. Er war sehr nett. Für mich allein hätte die 3 Tages Tour 1350000Kip gekostet. Vielleicht, weil ich so fest entschlossen war und weil die anderen ja auch das gleiche vorhatten - nur von einem anderen Startpunkt, wurden wir uns überraschenderweise einig, zusammen zu gehen. Auch, weil wir uns recht sympathisch sind. So kostet es pro Kopf nur noch 650000 Kip, also rund 65 Euro - all inclusive. Wir bummelten Tags über den Markt, mit Kathrin dann noch zur Tourist Information. Vorbei an einem Bach, in dem Kinder Wäsche wuschen und einer Schule zur Ziegelei und wieder durch das Dorf. An der Brücke saßen wir wieder alle zusammen zum Mittagessen. Bier und fried rice. Ich lief noch eine kleine Runde allein zur höheren Schule und einem Acker, der mit schwarzen Foliestreifen bedeckt war. Beide Male erwischte ich eine Sackgasse. Danach hielt ich eine kurze Mittagsruhe am Bungalow in der Hängematte, fand Zeit zum Wäsche waschen und mit Petra und Volkmar folgte ein kleiner Spaziergang zur Kautschuk Plantage. Zum Abendbrot liefen wir an der Hauptstraße entlang fast zum Ende des Ortes. Da gab es noch ne Straßenküche. Es gab Bier und eine Hühnersuppe mit Reis für 3 Euro und einen ekligen Kräuterschnaps. Wir freuen uns jetzt alle auf die Trecking Tour.

25.12.2014 Laos - Im Sleeper-Bus nach Vieng Phoukha

Wie ein kleines Kind sich auf Weihnachten freut, so freue ich mich auf die kommenden Tage. Ich erwarte Abgeschiedenheit, Ursprünglichkeit, Naturverbundenheit, Lächeln, Lachen und Lebensfreude. Späße, unberührte Natur und wilde Tiere. Neue Eindrücke und Abenteuer. Hohe Erwartungen und zugleich auch ganz geringe. Tolle Fotomotive und lebenslange, tiefe und prägende Erinnerungen. Hoffentlich finde ich einen guten Guide. Glück wären ein bis zwei nette Zufallsbegleiter.
Im Bus von Chiang Mai saßen paar davon. 12 Leute in sieben Stunden kommen sich näher. Zwei liegen mit mir  im Bus. Leider wollen die beiden weiter nach Luang Namtha. Ich steige vorher aus. Er wuchs an der Elfenbeinküste auf und zog mit sieben nach Heidelberg. Mit ihr (halb Thai, mehr deutsch) leben sie in Berlin. Sehr nett und sympathisch. Zwei nette Dänen saßen noch im Minibus und zwei Russen. Der Mittagsstop in einem noblen Ressort war dahingehend schlecht, dass ich nichts zu essen bekam. Die Kellnerin verstand mich nicht und ich sie nicht. Nicht einmal den Mangosaft von der Speisekarte konnte sie mir bringen. Aber ich war sowieso nicht hungrig. Der zweite Stop war dafür genial: am wunderbaren weißen Tempel von Chiang Rai. Leider nur 20 Minuten. Ich war sozusagen der China Tourist, der sich dann die Fotos zu Hause ansehen muss. Aber wunderschön und beeindruckend. Bei der Modernität musste ich an La Sagrada Familia in Barcelona denken. Erbaut seit 1997 und schon schwer beschädigt beim Erdbeben 2014. Davon war aber nicht viel zu sehen.
Der Grenzübertritt nach Laos war unkompliziert. 30US $ +1$ Überstundenzuschlag. 25 Baht für die Busfahrt über die neue Brücke der Freundschaft über den Mekong. Ich tauschte 20.000 Baht in 440000 Kip und am Geldautomaten bekam ich dann noch eine Million Kip, das Maximum. Unser Bus fuhr 18 Uhr los. Alles klappte bisher reibungslos. Der Bus scheint okay zu sein. Licht geht und sogar das Armaturenbrett funktioniert. Es ist wieder Rechtsverkehr. Beruhigend. Auch wenn wir manchmal am Berg langsam kriechend Lkw überholen, ohne dass man sieht, was nach der Kurve kommt. Inzwischen ist es 19 Uhr und dunkel. Ich hoffe, noch eine Übernachtung zu finden, falls ich erst 21 Uhr ankomme.

Ich habe einen einfachen Bambusbugalow mit kalter Dusche und Toilette für weniger als 5 Euro die Nacht. Ein Südtiroler Pärchen und ein Mädel aus Münster saßen in einem Straßencafe, die mir gegen 20.30 Uhr den Weg zu den Bungalows zeigten. Leider wollen die drei morgen weiter reisen. Für sie ist das nur ein Zwischenstopp, statt in Huang Xai zu schlafen. Wie hatten beim Abendbrot (für mich gab es Akha fried rice und Kartoffelchips und Beerlao) noch schön miteinander gequatscht. Die Südtiroler sind 4 Monate unterwegs, das Mädel aus Münster glaube 8 Wochen. Sie hatte vor 3 Jahren in Bangkok 8 Monate gelebt und war damals auch schon in Laos.  Auch alles interessante Leute. Ich denke, Laos wird spannend...

27.12.2014 Akha Village

Wir schlafen im Akha Village. Wir sind bei einer Familie einquartiert, deren Mann gerade in Vieng Phouka ist. Die Trecking Tour war bis jetzt sehr interessant. Wir haben einen guten Guide gefunden, der uns viele unsere Fragen beantworten kann. Und er erzählt auch von doch aus viele Dinge. Zum Beispiel, dass er im Dschungel aufgewachsen war und mit 13 ein erstes Auto sah. Strom kannte er nicht. Vor zehn Jahren mit 30 sah er den ersten weißen Touristen. Er erklärte uns mehrere Pflanzen, die für medizinische Zwecke genutzt werden. Eine hilft gehen Malaria. Wenn man die Dosis überschritten hat oder geheilt ist, fängt die Haut an zu jucken. Dann gab's noch eine wilde Kartoffel, die an Bäumen wächst und von Tieren gefressen wird.
Unterwegs erzählte er uns von dem animistischen glauben, den sein Volk hat. Man glaubt an 32 Geister, die im Menschen wohnen. Wenn man über längere Wochen auf dem Feld arbeitet, muss man vor der Heimreise die Geister wieder einsammeln und darf keine Im Dschungel vergessen. Geht einer verloren, wird man krank oder stirbt vielleicht. Da könnte ein Schamane helfen, der in den Dschungel geht und den Geist mit Opfern wieder zurückholen kann. Er glaubt an die Toten Geister seines früh verstorbenen Vaters, der an einem Sonntag starb, als er drei Jahre alt war. Seine Mutter starb am einem Samstag - da war er auch noch nicht erwachsen. Der geröstet wegen sind Samstag und Sonntag für ihn Feiertage, die er achten muss. Würde er da Partys feiern, könnte er sie erzürnen. Hier im Akha Dorf zeigte er uns das Geister Tor, dass bösen Geistern aus dem Dschungel den Weg versperrt. Diese kommen so nicht ins Dorf. Würde jemand durch das Tor gehen, könnten die Geister diesen Weg finden. Dann waren da noch riesige Schaukeln, auf denen zum hiesigen Neujahrsfest im Frühjahr geschaukelt wird. Paare und Singles haben getrennte Schaukeln. Die Mädels suchen sich dann Männer aus. An etwa 14 dürfen Sie heiraten. Früher schliefen die Akha getrennt. Durch eine spanische Wand konnte die Frau dem Mann die Hand reichen, wenn sie will, dass er bei ihr schläft.
Das Dorf selbst ist voller kleiner Kinder, voller Hühner und schwarzer Schweine. Irgendwie gefiel mir dieses Dorf nicht so recht. Inzwischen ist es auch durch eine Straße an die Außenwelt angebunden und hat auch Strom und damit Fernsehen. Wir hatten alle das Gefühl, nicht besonders willkommen zu sein. Die Kinder flohen vor dem Kameras - unklar, ob es Angst, Schüchternheit oder ein Spiel war. Unsere beiden Guide kochten uns noch ein Abendbrot in unserem Gasthaus. Nicht so lecker wie unser Mittagsmenü, das sie für uns auf halbem weg gezaubert hatten. Fried Banana, Algen mit Knoblauch, sticky rice und Salat, Hühnchen und Hackfleisch mit Koriander. Wir waren alle sehr begeistert.
Bei unseren Gastgebern läuft jetzt immer noch das Fernsehgerät. Das ist schon bisschen schade. Kathrin hört jetzt Hörbuch,  ich blogge und Volker hat mit Petra andere Gastgeber.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

24.12.2014 Chiang Mai - Abend vor der Abreise

Ich bin wieder im "Taste of Heaven". Ein Restaurant mit netter Bedienung - und ohne aufdringliche Mädels, die an meinem Tisch sitzen wollen wie am ersten Abend im "Paradies". (Der Name der Bar und die Lage waren schon zweifelhaft)
Bei mir gab es jetzt statt Wiener und Kartoffelsalat wieder leckeres Abendbrot. Garlic bread, Mangosaft und frittiertes Gemüse mit Cashewnüssen und money bags: frittiertes, in Teig eingepacktes Gemüse.
Der Fettgehalt kommt dem einer Weihnachtsgans sicher nahe. Allerdings ist alles etwas schärfer. Dafür gibt es jetzt ein Chang zum Neutralisieren.
Vom Nachmittag gibt es nicht viel zu schreiben. Habe mir noch drei schöne Tempel angesehen, meine Weiterfahrt nach Chiang Khong an der laotischen Grenze für 450Baht (etwa elf Euro) im Minibus organisiert. Die Fahrt dauert wohl so um die sieben Stunden. Am weißen Tempel bei Chiang Rai gibt es einen Zwischenstopp. Dessen Baubeginn war 1997, als ich mit Beate hier war. 2014 ist er bei einem Erdbeben schwer beschädigt worden. Aber auf Fotos sieht er nach wie vor beeindruckend aus. Je nachdem wie gut wir vorankommen, werde ich morgen vielleicht noch eine Nacht auf thailändischem Boden verbringen. Wäre schön, jemanden mit im Bus zu haben, mit dem ich bißchen weiterreisen kann. Mein erstes Ziel in Laos liegt aber eigentlich abseits der Standardroute - im Norden bei einem Nationalpark. Irgendwo vor Lang Namtha , googlemaps löst das nicht in der Karte auf, ich muss im Reiseführer nachlesen. Endlich habe ich dann einen (nur für Laos).  Aber ich kann ja auch flexibel meine Route ändern ;)

Dienstag, 23. Dezember 2014

24.12.2014 Chiang Mai

Eigentlich wollte ich nicht so lange hier bleiben - aber mir gefällt es. Morgen soll es trotzdem weiter nach Laos gehen.
Ich hatte die Nacht fest geschlafen und der Wecker um 6.30 Uhr hat mich nicht ganz aus dem Tiefschlaf geholt. Weil es gegen 7 noch kein Frühstück gab im Guesthouse, bin ich so los zur Hauptstraße. Und weil die Thongtaw noch nicht zum Doi Suteph fuhren, nahm ich ein Tuk-Tuk zum Zoo und von dort ein Thongtaw. Ich war noch früh genug vor den Touristenströmen, aber längst nicht der erste. Es war schön, aber immer noch sehr kühl - vor allem an den nackten Füßen. Ich blieb eine ganze Weile dort. Einen ganzen Tag dort zu verbringen wie in der Shwegadon Paya in Rangoon würde langweilig werden. Ich fuhr mit dem Thongtaw zurück in die Stadt, lief durch die Straßen und landete bei einer Fußmassage. Eine ganze Stunde für weniger als 5 Euro. War herrlich. Und jetzt bin ich wenige hundert Meter weiter in einem schönen Restaurantgarten versackt. Bei Mangosaft und leckerem Thai Essen. Ich will noch paar Tempel ansehen, dann habe ich keine Pläne mehr für hier. 

23.12.2014 Chiang Mai - Abendspaziergang

Den Abend habe ich mit einem schönen Spaziergang abgerundet. Ein einziger Tempel (Wat Chedi Luang) dieser Stadt war mir in Erinnerung geblieben - aber so ist das nach etwa 17 Jahren und etlichen anderen Reisen. Dafür war es diesmal besonders schön bei der nächtlichen Beleuchtung. Bin jetzt noch spät Abendbrot essen: Green Curry in Coconut. Freue mich drauf. Das Chang Bier habe ich schon ;)

Und lecker war's. 

Chiang Mai ist wie Bali ein absolut kindergeeignetes Reiseziel. Hier kann man so viel sehen und tun, dass man bestimmt zwei Wochen ohne Langeweile hier verbringen kann. Das einzige Manko scheint, dass die Stadt langsam in Stau und Mief versinkt. 

23.12.2014 Chiang Mai - zurück vom Elefanten Camp

So: das war cool. Kalt war es nachts wirklich. Nur so um die 14 Grad (gefühlt), gleich nach Sonnenuntergang war es deutlich spürbar, wie es kälter wurde. Zum Abendbrot gab es Reis mit rotem Curry. Leider keine warmen Getränke mehr. Cool war dann der mit den Elefanten auch. Wir lernten ein paar Kommandos, wie man über da rechte Vorderbein aufsteigt, indem man sich am Ohr (des Elefanten!) festhält und wie man über den Rüssel nach vorn runterrutscht. Dann fütterten wie die Elefanten mit Bananen und schon ging es als Mahut auf dem Schädel sitzend durch das Dörfchen. Durch den Bach und die Wiesen. Die Tour endete im Tümpel, wo wir im kühlen braunen Wasser abstiegen und mit den Kolossen badeten. Wir stiften sie mit einem Stück Holz ab, das sie uns dann aber aus der Hand stahlen, um es zu fressen. War schon ein tolles Erlebnis. Paar Fotos habe ich noch, die ich später in den Blog schieben kann. Danach hatten wir noch eine Stunde auf einem Bambusfloss eine kurze Tour auf einem ruhigen Flüsschen. Jetzt bin ich nach einer längeren Fahrt durch Stau und Mief wieder in der City voller Touristen. Duschen und dann wieder durch die Stadt bummeln.

22.12.2014 Baan Tunglakron - Panda Elefant Camp

8.30 wurde ich pünktlich im Hotel abgeholt. Es dauerte dann noch eine Stunde, ehe all die anderen eingesammelt waren - kreuz und quer durch Chiang Mai.   Es gab noch einen letzten Stop zum Einkaufen auf dem Markt und gegen 12 Uhr kamen wir bei unserem Startpunkt in einem Hmong Dorf an. Dort war gerade ein kleines Festival: Frauen und Kinder trugen Trachten und warfen sich Bälle zu. Die Kinder machten einen Geschicklichkeitwettbewerb: mir der Zunge sollten Sie etwas aus einer kleinen Schüssel Mehl herausfinden. Wir wanderten auf schmalen Pfaden durch den Dschungel - bergauf und ab. Es gab nichts besonderes sonst. Nach 5 Kilometern etwa erreichten wir den Wasserfall. Da gab es eine längere Pause und ein Hühnerbein mit Reis.
Danach wanderten wir durch Dschungel und Plantagen zum Auto, das an einem anderen Ort auf uns wartete. Von da ging es flott zu dem Elefanten Camp. Hier ist es jetzt recht frisch, ich brauche was Langärmeliges. Ich habe einen spartanischen aber großen Bungalow am Fluß. Und bin so müde, dass mir immer wieder die Augen zufallen. Ich warte aber noch auf das Abendbrot.

Sonntag, 21. Dezember 2014

21.12.2014 Chiang Mai, Paradise Bar

Bis nach Chiang Mai lief alles reibungslos. Am Airport gab es ein Prepaid Taxi, sodass man nicht um den Preis feilschen musste. Julie' s Guesthouse war voll, sodass ich nach nebenan auswich. J&J Guesthouse - auch okay für 350 Baht mit Bad. Es ging gleich weiter zum Nightmarket. Vorbei an etlichen Massagesalons und Kneipen. Ich denke, Chiang Mai hat sich extrem verändert. Aber es ist immer noch sehr angenehm und hat viel Globetrottercharm. Hier kann man abhängen und viel unternehmen. Vielleicht bleibe ich länger als 2 Nächte.
Jetzt gibt es noch das Bier hier nach dem Banana Pancake und dem Mangosaft auf dem Markt.

Für morgen und übermorgen habe ich eine Non-Touristic Tour durch den Dschungel gebucht. 2 Tage mit einer Nacht irgendwo in irgendeinem Camp. Ich werde Mahut und Elefanten führen. Im Wasserfall baden und hoffentlich eine nette Truppe antreffen. Bin neugierig. Zwei Tage wahrscheinlich kein Internet.