Ich bin zumindest schon einmal bis Bangkok gekommen. ... und hundemüde. Komisches Volk hier am Gate. Das war letztens schon so, als ich über Bangkok nach Hause flog. Schwer zu beschreiben: aber neben Thais und "normalen" Leuten stechen einige unangenehm hervor. Da meine ich jetzt nicht die Rucksacktouristen, die die schlecht gekleidetste Bevölkerungsgruppe weltweit bilden. Eigentlich unmöglich - mich eingeschlossen :) Nein, ich meine ganz speziell Pauschaltouristen einer ganz besonderen Sorte - gerade in Thailand. Nur ganz wenige - aber eben auffällig.
Samstag, 17. Januar 2015
16.01.2015 Vientiane, Flughafen
So klein die Hauptstadt ist und so unscheinbar ihre Skyline am Mekong, so mini und unscheinbar klein ist der Airport. In 15 Minuten sollte mein Flug eigentlich starten. Dann ist der schöne Urlaub schon wieder vorbei. Seufz.
16.01.2015 Vientiane
Nach einem frühen und guten Frühstück lief ich nochmal zum Vat That Luang - die Morgensonne war zwischenzeitlich im Dunst verschwunden, sodass es dort lange nicht so fotogen war wie gestern abends. Außerdem war auch garnicht soviel mehr zu sehen. Man konnte nur die Hauptebene betreten. Auf dem Rückweg kaufte ich mir ein sehr rustikales Schneidebrett aus extrem schwerem Holz. Ich kam dann bei dem einzigen Vat an, das die Überfälle der Siamesen und Burmesen in den letzten Jahrhunderten überstanden hatte. Damit ist das Vat Sisaket hier eigentlich der schönste Ort. Rundum im Inneren wie in einem Kreuzgang stehen hunderte Buddhas und in kleinen Wandnischen nochmal viele tausend kleine. Und die Großen hatten eine besonders harmonische Gestaltung, dass es viel Spaß machte, dort Fotos zu machen. Mit dem schweren Holzteil bin ich dann auch erst einmal zurück zum Hotel - ich musste ohnehin 12 Uhr auschecken. Danach gab es fried rice und Beerlao und jetzt nach einem Bummel durch den Park am Fluß und durch die Straßen ein Mangoshake. Jetzt ist es 15 Uhr und ich bräuchte 15 Minuten Mittagsruhe. Vielleicht suche ich mir ein Café zum Liegen oder eine letzte Verwöhnmassage.
Die Massage gab es eben. Jetzt bin ich wieder fit. Sekundenschlaf beim Verwöhnprogramm.
Und ein Restaurant Dresden Lao habe ich eben entdeckt. Ob das was mit Dresden zu tun hat, ist jedoch fraglich. Gehört wohl Japanern.
Freitag, 16. Januar 2015
16.01.2015 Vientiane
Gut, wenn man nur niedrige Erwartungen hat. Vientiane ist ganz angenehm. Ich wohne im Donguan D. Hotel im 5.Stock mit Blick auf den Mekong. Für 200.000 Kip ist da wenigstens das Frühstück dabei. Ich habe eigentlich nach der 4 stündigen Busfahrt nur mein Zeug abgeworfen und bin am Morgenmarkt vorbei zum berühmten Stupa gewandert. Unterwegs gab es noch ein Mangoshake und eine passion fruit. Dafür muss also doch Saison sein. Danach muss ich morgen auf den Märkten suchen. Kokospulver wäre auch ein schönes Mitbringsel. Am Vat That Luang kam ich gerade 16 Uhr an, als gerade geschlossen wurde. Dennoch war das schönste Abendlicht. Ich bummelte eine gute Stunde um die Anlage herum, fotografierte und lief erst ein Stück zurück, bevor ich für 10.000 Kip ein Tuk-Tuk bekam. Der night market öffnete gerade und am Mekong war Sonnenuntergang. Also verbrachte ich da noch eine Weile, bevor ich mich im Hotel frisch machte und meinen Kamerarucksack ablegte. Jetzt, 19 Uhr sitze ich mit vielen asiatischen Touristen in einem Innenhof in einem eigentlich ganz angenehmen Restaurant. Es gibt nochmal Hühnchen mit Cashewnüssen, Gemüse und Reis. Pizza und Steak werde ich auch zu hause wieder bekommen.
Donnerstag, 15. Januar 2015
16.01.2015 Vang Vieng, letzter Tag
Streng genommen ist es der vorletzte Tag. Morgen habe ich noch bis kurz nach Sonnenuntergang Zeit für Vientiane, bevor ich zum Flughafen muss. Aber schon einmal 'Tschüß' zu Vang Vieng. War schön hier - nicht unbedingt paradiesisch - aber eben schön. Das Diamond Guesthouse war wegen seiner Lage keine schlechte Wahl. Für ca. 10 Euro die Nacht und 4,50 für das Frühstück sehr angenehm. Wäsche waschen, Bus und Ballonfahrt konnte ich bequem von hier organisieren. In wenigen Minuten werde ich hier abgeholt zum Busbahnhof.
15.01.2015 Vang Vieng
Gestern hatte ich dann nichts in den Blog geschrieben. Dabei war auch dieser Tag sehr schön. Ich hatte am Vormittag ein Moped ausgeliehen und war zum Wasserfall gefahren. Ein paar Koreaner waren zeitgleich angekommen. Als sie weg waren, war es idyllisch ruhig dort. Ich trank eine Cola dort und aß paar leckere kleine Bananen, in einer schattigen Hütte über dem plätschernden Flüsschen. Danach fuhr ich um den Berg eine größere Runde und schließlich noch eine zweite um ein Massiv im Süden des Ortes - da wo ich mit dem Ballon gelandet war. Es gab nicht wirklich was besonderes zu sehen - trotzdem war es schön, mal wieder Moped zu fahren. Außer vielleicht, dass ich einen der Karstberge bestiegen habe. Am Nachmittag hatte ich die Honda dann abgegeben und war zum Fluss gewandert, wo ich bis zum Sonnenuntergang in einer Hütte in der Sonne relaxte. Heute habe ich den ganzen Tag nichts anderes getan. Nur in den Hüttchen on "The Other Side" lesend in Sonne und Schatten verbracht - mein letzte Tag. Und der letzte Besuch in River Side auf ein späteres Cocktail. Morgen reise ich weiter nach Vientiane. Aber inzwischen würde ich gerne noch ein paar Tage hier abschalten. Die Atmosphäre ist wirklich angenehm.
Dienstag, 13. Januar 2015
13.01.2015 Vang Vieng
Das war schon irre beeindruckend heute. Der Tag begann 5.45 Uhr - ich war von allein wach geworden. Kurz nach 6 Uhr wurde ich schon zur Ballonfahrt abgeholt. Die erste war Emma, die nach mir zustieg. Zusammen hatte ich sie gestern abend mit Geraldine nach dem Tubing getroffen, als sie ziemlich durchgefroren an der Brücke von "the other side" ankamen. Die Sonne war gerade untergegangen und ich war auf dem Weg zur Massage. Heute früh war der kleine Bus dann schnell voll. Einige Koreaner waren dann schon am Startplatz, dazu wir. Drei Ballons waren zum Start vorbereitet. Schnell wurden sie mit Windmaschinen aufgeblasen, ehe die Brenner gezündet wurden. Wir waren dann in einem Ballon mit einem Berliner und paar Asiaten und anderen Backpackern. Die Fahrt hat fast eine Stunde gedauert. Zum Fotografieren war das Licht leider noch nicht so toll. Die Bilder erschienen mir ziemlich kontrastlos. Am beeindruckendsten war die Überfahrt über die extrem zerklüfteten karstigen Berge. Scheinbar unbezwingbar, völlig grün und zugewachsen. Aber auch die Struktur der Reisfelder mit den Dämmen und karstiges Gestein dazwischen waren interessant. Nach der Stunde in der Luft wurden wir wieder zu den Hotels zurück gebracht. Ich frühstückte dort noch, quatschte mit dem Australier, der dort mit seiner Frau und den Enkeln mehrere Monate verbringt. Er brachte mich dann auch zum Fahrradverleih. Ich nahm ein Mountainbike für 3 Euro am Tag und radelte Richtung blaue Lagune. Vorher stieg ich in eine Höhle. Ein guide folgte mir und übernahm schließlich die Führung. Das war dann extrem spannend. Es ging durch eine hohe Höhle in immer engere Gänge. Schließlich ging es gebückt und im Entengang weiter. Mit meiner Einwilligung führte er mich durch einen mehrere Meter langen Gang, der erst auf allen Vieren und schließlich kriechend und robbend bezwungen werden konnte. Aber der Gang war breit - sonst hätte ich mich das nicht getraut. Ich hätte mich jederzeit umdrehen können. Dadurch hatte ich auch überhaupt keine Angst. Außerdem hatte der Guide gesagt, dass das nur so zwei Minuten dauert. Mehr Angst hatte ich beim krabbeln und krauchen um meine Kamera. Schließlich wurde es wieder hell und wir kamen in der Nähe des Eingangs wieder aus der Höhle. Dennoch ein tolles Gefühl, wieder draußen zu sein.
Ein andres Erlebnis dann an der blauen Lagune: mit meiner Stirnlampe lief ich tiefer in die Höhle als jeder andere. Und dann der Supergau: stand ich im Dunklen. Licht aus. Batterie alle. Zum Glück gab es einen Notmodus: die schwächeren LEDs blinkten noch. Außerdem hatte ich ja noch mein Samsung. Dessen war ich mir auch sehr bewusst. Trotz allem: es waren immer noch Stimmen zu hören und manchmal war noch ein ganz schwacher Lichtschein von anderen Touristen wahrzunehmen. Aber: es gab lebensgefährliche Stellen, an denen es viele Dutzend Meter steil in die Tiefe ging.
Sonst war an der blauen Lagune der totale Touristen Rummel. Mehr Asiaten, package Touristen. Mit dem flying fox ging es durch Baumwipfel. In die blaue Lagune stürzten sich die Asiaten mit Schwimmwesten von Bäumen oder schwindenden Seilen. Meine hübsche Masseuse von gestern traf ich auch in der Höhle. Die darf sich tagsüber wahrscheinlich auch Auszeiten nehmen.
Ich wollte dort dann aber doch recht schnell wieder weg. Die Staubpiste von dort weiter um die Berge herum ist dann fast Touristenfrei. Da sitze ich jetzt in einem Restaurant. Es gab Pepsi und Rührei bzw. Omelett. Und gleich geht es weiter zurück zum guest house.
Nach der Fahrt mit dem Rad gönnte ich mir ein Bier und eine lange Pause am Fluß in einer der coolen Hütten und genoss die späte Nachmittagssonne, bevor ich zum Duschen und Umziehen ins guest house radelte. Jetzt gab's wieder Abendbrot am Fluß in der Abenddämmerung. Dazu ein Mangoshake.
Sonntag, 11. Januar 2015
12.01.2015 Vang Vieng
Es ist schon cool hier - vor allem, wenn man sich die ganzen Chinesen und die hässliche Architektur der kleinen Stadt wegdenkt. Habe meinen Tag mit einem Frühstück beim guest house begonnen und bin dann gleich zur ersten Höhle spaziert. Aus der sprudelte ein ganzer Fluß kristallklaren Wassers. Die Höhle war schon beeindruckend groß und ging weit in den Fels hinein. Ich war noch in vier anderen und viel kleineren. Dazu wanderte ich um das Felsmassiv herum. Jetzt 13.30 Uhr bin ich von der schönen Wanderung und den Klaustrophobie auslösenden Höhlen zurück bei den Bungalows "The Other Side" of the river. Sehr relaxt hier und auch nur 8 Euro je Nacht. Am Fluß stehen kleine Hütten im Wasser, die Schatten spenden. Es ist wieder richtig heiß und sonnig. Ich habe mir eine kleine Hütte neben der Bar ausgesucht - sogar WiFi gibt es hier. Viel werde ich heute wohl nicht mehr tun. Morgen wird Ballon gefahren!
11.01.2015 Vang Vieng
Hier ist es herrlich und es scheint längst keine Party Hochburg mehr zu sein. Trotzdem kann man hier Kayak, Moped, Fahrrad und sogar Ballon fahren. Höhlen erkunden, wandern und Trecking Touren machen. Massagen gibt es auch an jeder Ecke und einen tollen, ruhig gelegenen Bungalow für 10 Euro die Nacht am Ende des Ortes habe ich auch gleich gefunden. Ich denke ich werde meine Zeit hier bis zum Ende nutzen und erst am Freitag die 4 Stunden nach Vientiane fahren.
Die Fahrt von Luang Prabang hat 7 Stunden gedauert, ohne die Stunde ehe es vom Busbahnhof richtig losging. Es war immer noch kalt und die Wolken hingen teilweise sehr tief. Es ging durch endlose Kurven durch hohe wolkenverhangene Berge, auf und ab auf holprigen Straßen. Dennoch - oder gerade deswegen - sehr beeindruckend. Bisschen schlafen konnte ich auch während der Fahrt auf dem Beifahrersitz im 12sitzigen VIP-Bus. Zwischendurch gab's Kuchen und Kartoffelchips an den 2 Stops an der Strecke.
Mein Guesthouse konnte ich in Euro bezahlen: 65 Euro für 6 Tage. Und auch hier geht das bezahlen wieder in Euro. Aber es gibt an jeder Ecke Geldautomaten. Ich hätte mir das Bargeld sparen können. Aber so ist das, wenn man mit einem mehr als 7 Jahre alten Reiseführer reist - zumal das Land sich sehr dynamisch entwickelt.
Freitag, 9. Januar 2015
10.01.2015 Luang Prabang, letzter Tag
Es hatte bis zum Morgen nicht mehr aufgehört zu regnen. Erst nach dem Frühstück hat der Regen spürbar nachgelassen. Ich bin noch einmal in das alte Zentrum spaziert , über den Morgenmarkt in ein Café. Da sitze ich jetzt und ein weiterer Schauer hat aufgehört. Für morgen habe ich den Minibus nach Vang Vieng gebucht. Heute wird nur noch abgehängt. Vielleicht Sauna und Massage und paar Tempel auf mich einwirken lassen - und eigentlich auch noch einmal die Utopia Bar. Sonst nichts. Eben habe ich paar Postkarten geschrieben. Die bringe ich jetzt zur Post.
War kurz im Hotel zum Powernapping und Rucksack packen und bin dann in das Dampfbad beim Lao Red Cross gegangen. Ziemlich viele Leute (locals und Touristen) haben die Wärme gesucht. Gemütlich war das aber auch nicht. Es gab ein Tuch für die Hüfte und ein kleines Handtuch und gratis Tee. Die Kabine war ein dunkles Loch mit Platz für 8. Man konnte kaum sehen, wo man sich hinsetzt. Und irgendwo im Boden war eine Rinne mit furchtbar heißem Wasser. Autsch.
Ich habe es von dort bis zum Inder um die Ecke geschafft, wo es recht frühes aber leckeres Abendbrot gab. Mit leckerem Chai.
09.01.2015 Luang Prabang
Es hat gefühlt so Seit Mitternacht geregnet. Jetzt sind auch die letzten Regentropfen weg. Bewölkt ist es immer noch.
Gestern Abend war ganz nett in der Utopia. Hab zwei hübsche nette Brittinnen kennengelernt (üblicherweise sind die sonst alles andere als hübsch). Geraldine und Emma sind Spracjtherapeutinnen oder Logopädinnen. Zusammen waren sie 3 Monate in einem freiwilligen Projekt in Phänomen Penh in Kambodscha. Jetzt sind sie auf der Heimreise über Vietnam und Thailand. Ich versuche jetzt mein Fahrrad zurück zu geben (wo war das bloß wenn nicht hier? !). Wenn die nachts alles einräumen sind man nur die garagentorgrossen Türen überall.
Ich war schon richtig dort und konnte das Rad abgeben. Danach nahm ich mir ein Tuk-Tuk zu dem Wasserfall. Unterwegs war in einem Hmong Dorf ein kurzer Stop. Mir wurde gezeigt, wie man Baumwolle verarbeitet und sie dann versponnen wird. Dann kam eine obligatorische Einkaufsführer durch das Dorf. Schön war, dass die kleinen Mädchen alle traditionelle Kleider trugen. Ich kaufte paar Kleinigkeiten. Für den Wasserfall nahm ich mir dann viel Zeit. Weil es gerade übel geregnet hatte, gönnte ich mir erst mal einen gegrillten Fisch, der sehr lecker war. Die Bedienung lieh mir freundlicherweise ihren Schirm. Unten am Beginn des Geländes war ein Freigehege für Bären. Dann spazierte ich langsam am Wasserfall aufwärts. Es wurde immer schöner und ganz am Schluss kam oben erst der gewaltige waterfall. Ich hab viel fotografiert und experimentiert. Hoffentlich sind ein paar gelungene Aufnahmen dabei. Gegen 15 Uhr fuhren wir zurück. Am Nightmarket an den Essensständen kaufte ich mir einen mit Mango, Ananas und Banane gefüllten Eierkuchen. Im Regen kam ich dann nur bis zu einem Massagesalon. Ich ließ meine Füße eine Stunde verwöhnen. Dann ging es in eine teure Bäckerei zu Tee und Süßigkeiten. Und schließlich in einer Regenfälle zum Guesthouse. Da warte ich jetzt wieder auf das Ende des Regens.
Donnerstag, 8. Januar 2015
08.01.2015 Luang Prabang - abends
Ich war dann am Nachmittag noch zu den großen Alltagsmarkt gefahren. War nicht so spektakulär und leider habe ich auch nichts besonderes dort entdecken können. Nach einem leckeren Mangoshake ging es zum Story Telling mit diesem typischen Bambus Instrument. Die Erzählungen in sehr gutem Englisch wurden immer mal untermalt von Musik. Die Atmosphäre war die einer deutschen Kleinkunst Bühne - gut gemacht. War eine gute Stunde Abwechslung. Danach war ich wieder am Mekong zum Abendbrot. - Nix Brot! Reis mit Curry und Cashewnüssen und wieder Mangolassi. Lecker. Hab mein Rad im Hotel gelassen und bin nochmal in die coole Utopia Bar gelaufen. Heute gönne ich mir wieder mal einen Wein - eher selten und teuer hier. Hatte übrigens Vormittags in dem Dorf den lokal gebrannten Reis Schnaps und Reis Wein probiert. Beides nicht mein Fall. In einem Shop standen große 10 Liter Gläser mit Kobras, voller Skorpione und der Oberekel: Wildkatzen in Alkohol. Erkennbar an den riesigen Tatzen. Und abgesehen von der Tierquälerei wird das Zeug dann auch noch getrunken. Fehlen bloß noch Föten und andere Sauereien. Wie im Mittelalter. Kein Wunder, dass hier nichts mehr kreucht und fleucht.
Ich habe noch mehr als eine ganze Woche in Laos!!! Ich bin mir in Augenblick nur etwas unsicher, weil es morgen 50 mm Regen geben soll. Mit dem Rad 30 km zu den Wasserfällen ist in dem Fall vielleicht nicht die beste Idee?
Mittwoch, 7. Januar 2015
08.01.2015 Luang Prabang
So. Also doch mit dem Rad heute. Bin 2 Stunden richtig Pak Ou geradelt und wieder in das Dorf mit den Webstühlen gekommen. Zum Glück war es recht schattig und nicht zu heiß. So hatte ich dort heute im Dorf der ehemaligen Krugmacher alle Zeit der Welt. Auf dem Rückweg hielt ich an der Baustelle eines neuen Tempels, der schon im Robinson steht und dem kunstvolles Dach schon fertig war. Ein Mönch bildete die Kapitelle der Säulen im Eingang aus Zementmörtel. Zwei andere schnitzten Blumen für dessen Ausgestaltung. Hab kurz zugeschaut, dann kam ich noch bei einem Friseur vorbei und bin gerade im Guesthouse etwas müde vom frühen Wachwerden.
07.01.2015 Luang Prabang
Den Vormittag hatte ich genutzt für einen Besuch bei den Pak Ou Höhlen. Vorher war ein kurzer Stop in einem Ort mit vielen Webstühlen und haufenweise Shops. Der Bootsführer gab uns nur 15min dafür. Danach ging es zu den Höhlen, wo wir auch nur 40 min Zeit hatten. Der Grund war, dass eine von den 6 Leuten auf dem Boot noch einen weiteren Nachmittagstrip gebucht hatte. Für mich viel zu schnell und viel zu hektisch. Wie ein Japaner hatte ich Zeit zum Fotografieren, aber nicht wirklich zum Schauen, Genießen und Verweilen. Vielleicht fahre ich mit dem Rad morgen nochmal in die Richtung. Die Höhle muß ich nicht noch einmal sehen. Burma hatte viele und viel größere und viel beeindruckendere mit viel mehr Buddhas und fast ganz ohne Touristen - nur mit betenden Locals.
Trotzdem waren die 2,5 Stunden auf dem Mekong mal eine willkommene Abwechslung. Beim Beginn der Tour am Morgen standen da so um die fünfzig Leute - erschien mir viel zu viel und zu touristisch. Eine ganze Armada von Booten verließ die City in Richtung der Höhlen. War dann fast schon ein kleines Wettrennen.
Auf dem Rückweg spazierte ich die letzte mir noch unbekannte Straße parallel zum Fluss entlang. Da gab es noch 2-3 Tempel, in einem wurde die Herstellung von Buddhas gelehrt. Das war gerade nur durch Rohlinge für das Schnitzen und eine bemalte Wandtafel sichtbar. So einen Kurs hätte ich hier gern für paar Tage belegt. Lieber als einen Kochkurs. Auch Bronzeguss stand mit an einer Infotafel. Ich fand noch einen herrlichen Papierwarenladen, in dem ich für 25 Euro einkaufte. Paar Lampenschirme und Briefumschläge aus handgeschöpftem Papier mit eingelegten Blüten und Blättern.
Danach gab's Mittag am Mekong. Frittierte Auberginen, Currysuppe mit Tofu und Auberginen und Reis. Dazu ein Shake, um nicht schon am frühen Nachmittag Bier zu trinken.
Nach einem kurzen Zwischenstopp am Guesthouse und bisschen Frischmachen und Klamottenwechsel ging es wieder in das eigentliche Stadtzentrum. Um den Phou Si herum und über den Nightmarket ins Theater bei alten Palast. Die Vorstellung mit Episoden süß dem Ramayana, Tänzen und Gesang war gut. Die Musik dazu klang etwas wie indonesische Gamelanmusik. Fotografieren durfte man nur habt am Anfang und am Ende. Ich fand die Masken toll, die hier auch im Ort als Pappmaché hergestellt werden. Die kosten leider nur 250 US $ (unverhandelt). Trotzdem cool. Hätte ich gern.
Beim Weitergehen zur Utopia Bar fiel ich noch ins Hive-Café. Dort war eine Faszination Show mit ethnischen Kleidern. Da es kaum welche in den Bergen zu sehen gab, ließ ich mich bei einem Bier darauf ein. Danach gab es noch eine Rapper-Show. Oder das, was früher break dance hieß. Trotzdem: ich weiß nicht. Mir sind doch etwas zu viele Amis und Franzosen hier. Einige Bars erwecken den Eindruck, in Singapore oder Schanghai zu sein. Was das night live betrifft, haben mir die Orte zuvor besser gefallen. Vang Vieng dürfte damit nicht meine Destination sein. Außer für das Ballon fahren. Party brauche ich nicht rund um die Uhr. Und Action sich nicht. Ich suche das ursprüngliche Laos. Da muss ich vielleicht bisschen in abgelegene Dörfer radeln.