Montag, 29. Dezember 2014

29.12.2014 Luang Nam Tha - zurück vom Trecking

Alles wurde noch schöner als am ersten Tag. Am Morgen gab es noch ein Frühstück bei den Akha. Letztlich war ich doch froh, das schmuddelige Dorf mit mehr Hühnern und Schweinen als Akhas verlassen zu können. Zum Abschied liefen wir am Morgen noch mal durch den Ort. Wir sahen, wie ein frisch geschlachtetes Schwein auf dem Marktplatz von einem Dutzend Männern in wenigen Minuten zerlegt und aufgeteilt wurde. Einfach so auf dem Boden auf einer Bambusmatte.
Zwei weitere Männer rührten das Blut. Das - so sagte unser Guide - würde dann von den Leuten im Dorf getrunken - für oder gegen die Geister. Ich fand das ziemlich beeindruckend und am Ende gar nicht mehr so ekelig.
Wir wanderten dann länger westwärts zu den Khmu. Auf halbem Weg mache unser Guide ein leckeres Essen. Auf dem Weg wurden Bananenblätter als Tisch ausgebreitet. Bambus wurde geschnitten als Kochgefäss und ein weiteres Stück als Schüssel für den Tisch. Kraut, Hühnchen, Ingwer und Koriander kamen in das Bambusrohr. Das kochte dann fast eine Stunde vor sich hin, ehe es fertig war. Pflanzenstängel waren die Essstäbchen und Löffel wurden aus Blättern gebastelt. Wir waren alle ziemlich müde wegen des schlechten Schlafes bei den Akha. Wir passierten später noch ein kleines und etwas saubereres Akha Dorf, bevor wir bei den Khmu in einem recht kleinen Dorf ankamen. Die waren viel netter. Man bemühte doch um Englisch, eine Ente (Volkmar taufte die duck Dagmar) wurde für uns in unserem Beisein geschlachtet. Die gab es dann später gekocht mir Reis und Gemüse. Es war interessant zu sehen, wie sie geschlachtet wurde. Man hielt sie zu zweit. Einer hielt den Kopf und den Schnabel zu. Dieser zupfte dann den Hals von Federn frei und ein Loch in den Hals. Dort pulte er mit einem Stöckchen nach der Hauptschlagader, die dann zertrennt wurde. Wir gingen in der Zwischenzeit im Fluß Baden, auch wenn es recht kalt war.
Die Ente war dann etwas zäh, aber dennoch lecker. Dazu gab es Beerlao und wir saßen noch recht lange am Lagerhäuser zusammen. Der Guide erzählte noch bisschen was über die Khmu.
Es wurde noch eine recht klare Halbmond Nacht. Im Süden stand der Orion und es wurde sehr ruhig. Auch die Nacht War ruhig. Ich schlief ganz gut. Und beim Wachwerden konnte man die Ruhe des nächtlichen Dschungels genießen. Paar Frösche und andere Tiere waren zu hören.
Der Morgen war weniger kühl als erwartet. Es gab eine Reiswaffel, bevor wir zur Schule zurück ins Akha-Dorf liefern. Dort wurde den Kindern gerade gelehrt, wie man Ratten ausnimmt und grillt. Danach gab es einen Fahnen Appell, bevor es ins Klassenzimmer ging und wir uns fertig machten für die heutige Wanderung.

Wir legten heute keine große Strecke zurück. Imposant war eine mehrere hundert Meter tiefe Höhle mit tiefen Abgründen, ein paar wenigen Fledermäusen und grossen, langbeinigen, haarigen Hundertfüssern. Durch sehr dichten Dschungel erreichten wir die Höhle. Mit guten Stirnlampen konnten wir viel sehen.
Am Ende ging es noch nach einem leckeren Essen mit Fisch und fried Banana und Klebreis auf der Straße in ein Dorf der Lahu und der Hmong, wo wir die Kids mit Seifenblasen unterhielten und uns unser Guide wieder einiges über diese Völker erzählte.
Gegen 14.30 Uhr waren wir mit einem Pickup wieder am Guesthouse. Wir tauschten noch die Adressen und tranken einen Kaffee, bevor wir zur Straße gingen, um einen Bus nach Luang Nam Tha zu erwischen. Nach einer dreiviertel Stunde kam ein Van, der uns für je 30000 Kip mitnahm. Ich war vom neuen Ort enttäuscht und froh, mich so für Vieng Phouka entscheiden zu haben.
Beim Duschen lief eine Dreckbrühe an mir herunter, wie ich es selten erlebt habe. Ich packte auch gleich ein Bündel Wäsche zusammen, das ich gleich im Hotel abgab.  Danach ging es kurz durch die Straße im Ort, kurz über den langweiligen Markt und ab in die Kneipe zum Abendbrot. Garlic bread, french fried und Bier. Dazu kam etwas später Kathrin und Volkmar kann auch vorbei, damit wir noch zum Abschied wo was zusammen trinken. Mit Kathrin lief ich noch einmal über den Markt und dann sammelten wir Petra und Volkmar ein und gingen noch gemeinsam ein Beerlao dark trinken, bevor wir Abschied nahmen und zu Bett gingen.