Wir schlafen im Akha Village. Wir sind bei einer Familie einquartiert, deren Mann gerade in Vieng Phouka ist. Die Trecking Tour war bis jetzt sehr interessant. Wir haben einen guten Guide gefunden, der uns viele unsere Fragen beantworten kann. Und er erzählt auch von doch aus viele Dinge. Zum Beispiel, dass er im Dschungel aufgewachsen war und mit 13 ein erstes Auto sah. Strom kannte er nicht. Vor zehn Jahren mit 30 sah er den ersten weißen Touristen. Er erklärte uns mehrere Pflanzen, die für medizinische Zwecke genutzt werden. Eine hilft gehen Malaria. Wenn man die Dosis überschritten hat oder geheilt ist, fängt die Haut an zu jucken. Dann gab's noch eine wilde Kartoffel, die an Bäumen wächst und von Tieren gefressen wird.
Unterwegs erzählte er uns von dem animistischen glauben, den sein Volk hat. Man glaubt an 32 Geister, die im Menschen wohnen. Wenn man über längere Wochen auf dem Feld arbeitet, muss man vor der Heimreise die Geister wieder einsammeln und darf keine Im Dschungel vergessen. Geht einer verloren, wird man krank oder stirbt vielleicht. Da könnte ein Schamane helfen, der in den Dschungel geht und den Geist mit Opfern wieder zurückholen kann. Er glaubt an die Toten Geister seines früh verstorbenen Vaters, der an einem Sonntag starb, als er drei Jahre alt war. Seine Mutter starb am einem Samstag - da war er auch noch nicht erwachsen. Der geröstet wegen sind Samstag und Sonntag für ihn Feiertage, die er achten muss. Würde er da Partys feiern, könnte er sie erzürnen. Hier im Akha Dorf zeigte er uns das Geister Tor, dass bösen Geistern aus dem Dschungel den Weg versperrt. Diese kommen so nicht ins Dorf. Würde jemand durch das Tor gehen, könnten die Geister diesen Weg finden. Dann waren da noch riesige Schaukeln, auf denen zum hiesigen Neujahrsfest im Frühjahr geschaukelt wird. Paare und Singles haben getrennte Schaukeln. Die Mädels suchen sich dann Männer aus. An etwa 14 dürfen Sie heiraten. Früher schliefen die Akha getrennt. Durch eine spanische Wand konnte die Frau dem Mann die Hand reichen, wenn sie will, dass er bei ihr schläft.
Das Dorf selbst ist voller kleiner Kinder, voller Hühner und schwarzer Schweine. Irgendwie gefiel mir dieses Dorf nicht so recht. Inzwischen ist es auch durch eine Straße an die Außenwelt angebunden und hat auch Strom und damit Fernsehen. Wir hatten alle das Gefühl, nicht besonders willkommen zu sein. Die Kinder flohen vor dem Kameras - unklar, ob es Angst, Schüchternheit oder ein Spiel war. Unsere beiden Guide kochten uns noch ein Abendbrot in unserem Gasthaus. Nicht so lecker wie unser Mittagsmenü, das sie für uns auf halbem weg gezaubert hatten. Fried Banana, Algen mit Knoblauch, sticky rice und Salat, Hühnchen und Hackfleisch mit Koriander. Wir waren alle sehr begeistert.
Bei unseren Gastgebern läuft jetzt immer noch das Fernsehgerät. Das ist schon bisschen schade. Kathrin hört jetzt Hörbuch, ich blogge und Volker hat mit Petra andere Gastgeber.