Mittwoch, 7. Januar 2015

07.01.2015 Luang Prabang

Den Vormittag hatte ich genutzt für einen Besuch bei den Pak Ou Höhlen. Vorher war ein kurzer Stop in einem Ort mit vielen Webstühlen und haufenweise Shops. Der Bootsführer gab uns nur 15min dafür. Danach ging es zu den Höhlen, wo wir auch nur 40 min Zeit hatten. Der Grund war, dass eine von den 6 Leuten auf dem Boot noch einen weiteren Nachmittagstrip gebucht hatte. Für mich viel zu schnell und viel zu hektisch. Wie ein Japaner hatte ich Zeit zum Fotografieren, aber nicht wirklich zum Schauen, Genießen und Verweilen. Vielleicht fahre ich mit dem Rad morgen nochmal in die Richtung. Die Höhle muß ich nicht noch einmal sehen. Burma hatte viele und viel größere und viel beeindruckendere mit viel mehr Buddhas und fast ganz ohne Touristen - nur mit betenden Locals.
Trotzdem waren die 2,5 Stunden auf dem Mekong mal eine willkommene Abwechslung. Beim Beginn der Tour am Morgen standen da so um die fünfzig Leute - erschien mir viel zu viel und zu touristisch. Eine ganze Armada von Booten verließ die City in Richtung der Höhlen. War dann fast schon ein kleines Wettrennen.
Auf dem Rückweg spazierte ich die letzte mir noch unbekannte Straße parallel zum Fluss entlang. Da gab es noch 2-3 Tempel, in einem wurde die Herstellung von Buddhas gelehrt. Das war gerade nur durch Rohlinge für das Schnitzen und eine bemalte Wandtafel sichtbar. So einen Kurs hätte ich hier gern für paar Tage belegt. Lieber als einen Kochkurs. Auch Bronzeguss stand mit an einer Infotafel. Ich fand noch einen herrlichen Papierwarenladen, in dem ich für 25 Euro einkaufte. Paar Lampenschirme und Briefumschläge aus handgeschöpftem Papier mit eingelegten Blüten und Blättern.
Danach gab's Mittag am Mekong. Frittierte Auberginen, Currysuppe mit Tofu und Auberginen und Reis. Dazu ein Shake, um nicht schon am frühen Nachmittag Bier zu trinken.

Nach einem kurzen Zwischenstopp am Guesthouse und bisschen Frischmachen und Klamottenwechsel ging es wieder in das eigentliche Stadtzentrum. Um den Phou Si herum und über den Nightmarket ins Theater bei alten Palast. Die Vorstellung mit Episoden süß dem Ramayana, Tänzen und Gesang war gut. Die Musik dazu klang etwas wie indonesische Gamelanmusik. Fotografieren durfte man nur habt am Anfang und am Ende. Ich fand die Masken toll, die hier auch im Ort als Pappmaché hergestellt werden. Die kosten leider nur 250 US $ (unverhandelt). Trotzdem cool. Hätte ich gern.

Beim Weitergehen zur Utopia Bar fiel ich noch ins Hive-Café. Dort war eine Faszination Show mit ethnischen Kleidern. Da es kaum welche in den Bergen zu sehen gab, ließ ich mich bei einem Bier darauf ein. Danach gab es noch eine Rapper-Show. Oder das, was früher break dance hieß. Trotzdem: ich weiß nicht. Mir sind doch etwas zu viele Amis und Franzosen hier. Einige Bars erwecken den Eindruck, in Singapore oder Schanghai zu sein. Was das night live betrifft, haben mir die Orte zuvor besser gefallen. Vang Vieng dürfte damit nicht meine Destination sein. Außer für das Ballon fahren. Party brauche ich nicht rund um die Uhr. Und Action sich nicht. Ich suche das ursprüngliche Laos. Da muss ich vielleicht bisschen in abgelegene Dörfer radeln.