Das war schon irre beeindruckend heute. Der Tag begann 5.45 Uhr - ich war von allein wach geworden. Kurz nach 6 Uhr wurde ich schon zur Ballonfahrt abgeholt. Die erste war Emma, die nach mir zustieg. Zusammen hatte ich sie gestern abend mit Geraldine nach dem Tubing getroffen, als sie ziemlich durchgefroren an der Brücke von "the other side" ankamen. Die Sonne war gerade untergegangen und ich war auf dem Weg zur Massage. Heute früh war der kleine Bus dann schnell voll. Einige Koreaner waren dann schon am Startplatz, dazu wir. Drei Ballons waren zum Start vorbereitet. Schnell wurden sie mit Windmaschinen aufgeblasen, ehe die Brenner gezündet wurden. Wir waren dann in einem Ballon mit einem Berliner und paar Asiaten und anderen Backpackern. Die Fahrt hat fast eine Stunde gedauert. Zum Fotografieren war das Licht leider noch nicht so toll. Die Bilder erschienen mir ziemlich kontrastlos. Am beeindruckendsten war die Überfahrt über die extrem zerklüfteten karstigen Berge. Scheinbar unbezwingbar, völlig grün und zugewachsen. Aber auch die Struktur der Reisfelder mit den Dämmen und karstiges Gestein dazwischen waren interessant. Nach der Stunde in der Luft wurden wir wieder zu den Hotels zurück gebracht. Ich frühstückte dort noch, quatschte mit dem Australier, der dort mit seiner Frau und den Enkeln mehrere Monate verbringt. Er brachte mich dann auch zum Fahrradverleih. Ich nahm ein Mountainbike für 3 Euro am Tag und radelte Richtung blaue Lagune. Vorher stieg ich in eine Höhle. Ein guide folgte mir und übernahm schließlich die Führung. Das war dann extrem spannend. Es ging durch eine hohe Höhle in immer engere Gänge. Schließlich ging es gebückt und im Entengang weiter. Mit meiner Einwilligung führte er mich durch einen mehrere Meter langen Gang, der erst auf allen Vieren und schließlich kriechend und robbend bezwungen werden konnte. Aber der Gang war breit - sonst hätte ich mich das nicht getraut. Ich hätte mich jederzeit umdrehen können. Dadurch hatte ich auch überhaupt keine Angst. Außerdem hatte der Guide gesagt, dass das nur so zwei Minuten dauert. Mehr Angst hatte ich beim krabbeln und krauchen um meine Kamera. Schließlich wurde es wieder hell und wir kamen in der Nähe des Eingangs wieder aus der Höhle. Dennoch ein tolles Gefühl, wieder draußen zu sein.
Ein andres Erlebnis dann an der blauen Lagune: mit meiner Stirnlampe lief ich tiefer in die Höhle als jeder andere. Und dann der Supergau: stand ich im Dunklen. Licht aus. Batterie alle. Zum Glück gab es einen Notmodus: die schwächeren LEDs blinkten noch. Außerdem hatte ich ja noch mein Samsung. Dessen war ich mir auch sehr bewusst. Trotz allem: es waren immer noch Stimmen zu hören und manchmal war noch ein ganz schwacher Lichtschein von anderen Touristen wahrzunehmen. Aber: es gab lebensgefährliche Stellen, an denen es viele Dutzend Meter steil in die Tiefe ging.
Sonst war an der blauen Lagune der totale Touristen Rummel. Mehr Asiaten, package Touristen. Mit dem flying fox ging es durch Baumwipfel. In die blaue Lagune stürzten sich die Asiaten mit Schwimmwesten von Bäumen oder schwindenden Seilen. Meine hübsche Masseuse von gestern traf ich auch in der Höhle. Die darf sich tagsüber wahrscheinlich auch Auszeiten nehmen.
Ich wollte dort dann aber doch recht schnell wieder weg. Die Staubpiste von dort weiter um die Berge herum ist dann fast Touristenfrei. Da sitze ich jetzt in einem Restaurant. Es gab Pepsi und Rührei bzw. Omelett. Und gleich geht es weiter zurück zum guest house.
Nach der Fahrt mit dem Rad gönnte ich mir ein Bier und eine lange Pause am Fluß in einer der coolen Hütten und genoss die späte Nachmittagssonne, bevor ich zum Duschen und Umziehen ins guest house radelte. Jetzt gab's wieder Abendbrot am Fluß in der Abenddämmerung. Dazu ein Mangoshake.